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Karim El-Gawhary berührt bei Diskussion

Normalerweise erklärt Journalist Karim El-Gawhary die arabische Welt in Live-Schaltungen im ORF und gibt die Geschichten der Menschen in dieser Region weiter. Nun tat er genau das in Aschbach-Markt im Palmenhaus der Firma Starkl.

Der Abend begann mit einer emotionalen Überraschung – vor allem für Karim El-Gawhary selbst. Denn es wurde der melancholische und wunderschöne Song „Holm“ (Traum) von der tunesischen Sängerin Emel Mathlouthi eingespielt.

Der Autor berichtete anschließend im Gespräch mit Ö1-Redakteur Alois Schörghuber von seiner Arbeit und der Situation zehn Jahre nach dem arabischen Frühling. Er sprach aber auch allgemein von den politischen Prozessen in den arabischen Ländern. Die Unruhen ließen sich nicht nur durch Religion erklären, sondern vor allem durch die sozialen Umstände. Es herrsche Ungleichheit und Ohnmacht.

Sichtlich genoss El-Gawhary, dass er mehr Zeit als die üblichen 1:30 Minuten wie im Fernsehen hatte, um Hintergründe zu erläutern. Über zwei Stunden diskutierte er mit den knapp 270 Besucherinnen und Besuchern. Ihm war es vor allem ein Anliegen daran zu erinnern, dass der Geburtsort ein Privileg ist und man den Menschen aus den arabischen Ländern auf Augenhöhe begegnen soll. Bei seinen Erzählungen, auch über die schrecklichen Schicksale einiger Interviewpartnerinnen, zeigte sich das Publikum sichtlich berührt.

El-Gawharys aktuelles Buch „Repression und Rebellion Arabische.Revolution – was nun?“ ist im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.

Vielen Dank an die Gärtnerei Starkl, die Buchhandlung Stöckl (Amstetten) sowie an ViniWagner und die Initiative „Willkommen Mensch“ für die hervorragende Bewirtung.

 

Wenn ich meine Augen schließen könnte und mich meine Träume bei der Hand nehmen, ich würde aufstehen und in einen neuen Himmel fliegen, in dem ich meine Sorgen vergesse.

Ich könnte in meiner Vorstellung vereisen, würde Paläste bauen und Nächte, in denen meine Liebe und meine Hoffnungen wachsen können und der Schmerz gelöscht wird.

Eine Welt in der man Menschen sieht, deren Gesichter getrübt sind von Leid, Ungerechtigkeit und Unterdrückung, getragen von einer bitteren Realität, die alles zerstört, das wir aufgebaut haben.

Eine Welt, in der du die Mauern der Tyrannei wachsen siehst, die einen Traum unsere Träume nach dem anderen zermalmen und die Dunkelheit und Gier in unseren Herzen herrschen lassen.

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Fotos (c) Anna Halbmayr